Bahnübergang

Anfangs    wurden    die    Gleise    der    Eisenbahnen    mit    Einfriedungen versehen,     um     Menschen     oder     Vieh     vom     Betreten     der     Gleise abzuhalten.    Die    Einfriedungen    konnten    aus    Hecken    oder    Gräben bestehen.   Es   wurden   auch   ganz   normale   Tore   zum   Absperren   der Gleise    eingesetzt.    Da    diese    sehr    viel    Platz    beanspruchten,    wurden bald   Rolltorschranken   verwendet.   Bei   der   Verwendung   von   diesen Toren    musste    ein    Wärter    samt    Bude    mit    akustischem    Signal    am Übergang    eingesetzt    werden.    Diese    Bestimmungen    wurden    1888 festgeschrieben. Eisenbahnschranken   wurden   schon   in   der   Frühzeit   des   Eisenbahnbaus   eingesetzt,   um   die   niveaugleichen   Kreuzungen   von   Wegen und   Straßen   mit   der   Eisenbahn   zu   sichern.   Vorbild   für   die   später   in   Deutschland   eingesetzten   Schranken   wurden   die   von   der   Firma Stefan von Gölz und Söhne in Österreich entwickelten Schranken. Heute   werden   meistens   kreuzungsfreie   Unter-   bzw.   Überführungen   gebaut.   Man unterscheidet    bei    den    Bahnübergängen    zwischen    einem    unbeschrankten,    mit Halbschranken   und   mit   Schranken   gesicherten   Bahnübergang.   Zur   Sicherung   auf den    Straßen    sind    drei-,    zwei-    und    einstreifige    Baken    vor    dem    Andreaskreuz aufgestellt,   das      sich   direkt   vor   dem   Bahnübergang   befindet.   Beim   Schließen   der Schranken   wird   zusätzlich   ein   akustisches   Signal   mit   Hilfe   von   einem   Leutewerk gegeben. Auch    auf    der    Bahnstrecke    sind Signale   aufgestellt,   die   auf   einen Bahnübergang      hinweisen.      Die Signale   zur Absicherung   eines   Bahnübergangs   für   den   Lokführer   sind   die   Pfeiftafel, der Merkpfahl, das Blinklichtüberwachungssignal und die Rautentafel. Die   einfachste   Form   des   Bahnübergangs   ist   der   unbeschrankte   Bahnübergang,   den man   in   der   Regel   nur   bei   eingleisigen   Nebenbahnen   findet.   Bahnübergänge,   die   an ein-    oder    mehrgleisigen    Hauptbahnen    liegen,    werden    durch    Schranken-    oder Blinklichtanlagen   gesichert.   Bei   Straßen   mit   starkem   Verkehrsaufkommen   wurden ebenfalls Schranken eingesetzt. Bei   einer   Ortsbedienten   Schrankenanlage   befand   sich   in   Sichtweite   der   Schranke   immer   ein   Schrankenwärter,   der   die   Schranke bediente. Für den Schrankenwärter wurden Gebäude gebaut, die als Posten oder Schrankenposten bezeichnet wurden. Heute   wird   die   Ortsbediente   Schranke   nur   noch   dann   von   Personal   bedient,   wenn   die   Schranke   sich   in   unmittelbarer   Nähe   eines Bahnhofs   befindet.   Schranken   auf   freier   Strecke   werden   heute   über   den   Zug,   von   der   Blockstelle   oder   über   Kontakte   automatisch gesteuert.   Dabei   wird   die   Kreuzung   von   einer   Blinkanlage   oder   Halbschranke   gesichert.   Bei   kritischen   Kreuzungen   werden   auch Kameras   zur   Überwachung   eingesetzt. Bei   schwach   frequentierten   Übergängen kann    auf    Bedarf    über    Sprechfunk    die Öffnung      der      Schranke      angefordert werden. Blinklichtanlagen           besitzen           eine besondere       Signalisierung       auf       der Bahnstrecke.   Das   Blinklicht   wird   immer vom     Zug     ein-     und     ausgelöst.     Der Auslösepunkt   wird   durch   die   Rautentafel   gekennzeichnet.   Nach   dieser   Tafel   findet   der   Lokführer   das   Blinklichtüberwachungssignal. Ein    gelbes    Licht    signalisiert    eine    ausgeschaltete    Blinklichtanlage.    Blinkt    über    dem    gelben    Licht    eine    weiße    Lampe,    ist    die Blinklichtanlage    eingeschaltet.    Die    Steuerung    der    Blinklichtanlage    ist    meist    in    einem    separaten    Betonbau    neben    dem    Gleis untergebracht.
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Impressionen entlang des Schienenstrangs
erste Bahnschranke G leistrasse G Der Schrankenwärter mit einem Spindelläutewerk und Wellblechhütte. Läutewerke wurden ab 1870 eingesetzt. Schrankenwärterhaus heute G leistrasse G
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