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Impressionen entlang des Schienenstrangs

Diesellok Baureihe BR 219

Mit den Importlieferungen aus der Sowjetunion erhielt die DR eine schwere Diesellokomotive für den Hauptstreckenbetrieb. Für den Nebenstreckenbetrieb bestand weiter großer Bedarf an Lokomotiven mit einer Grundkonzeption der V 180.2. Zunehmend kamen Reisezugwagen mit elektrischer Zugheizung zum Einsatz, sodass eine elektrische Zugheizeinrichtung gefordert wurde. Da die ehemalige DDR die Fertigung von Diesellokomotiven unter 1.470 kW übernommen hatte, wurden die von der DR ausgearbeiteten technischen Forschungsergebnisse 1974 dem rumänischen Lokomotivhersteller Lokomotivfabrik "23. August" mit dem Auftrag zum Bau einer entsprechenden Lokomotive übergeben. Das erste Baumuster war Mitte 1976 fertiggestellt und rund um Bukarest einer Erprobung unterzogen. Am 6. Januar 1977 erfolgte die Abnahme in Bukarest. Erst die zweite Maschine (119 002) hatte die geforderte elektrische Zugheizeinrichtung eingebaut bekommen. Bei den ersten Motorentests schaffte fast keiner den 100-Stunden-Probelauf. Die Anfahr- und Dauerzugkräfte waren unbefriedigend. Erst eine Änderung des Strömungsgetriebes brachte eine positive Veränderung. 119 004 wurde als Erste von acht Loks der Nullserie im August 1977 in Dienst gestellt. Erster Einsatzschwerpunkt war Ostthüringen. Ihr schlechter Ruf eilte ihnen überall voraus und bestätigte sich auch. Ein Schadbestand von 50% war keine Seltenheit und der Spitzname U-Boot wurde ihnen nicht nur wegen der seitlichen Bullaugen gegeben, sondern auch "weil sie abtauchen, wenn sie gebraucht werden". Die ursprüngliche Bestellung von 270 Maschinen wurde auf 200 Stück reduziert. Insgesamt liefen die Maschinen erst nach mehreren aufwendigen Umbauten, u. a. Remotorisierung, relativ stabil.  (Laufzeit des Films 7:05 Minuten)
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