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Impressionen entlang des Schienenstrangs

Meidericher Eisenhütte

Zu Beginn der „industriellen Revolution“ im Neunzehnten Jahrhundert wurde das Eisenerz zu den Hüttenbetrieben transportiert, wo es Kohle in Überfluss gab. Die Erze kamen damals hauptsächlich aus dem Siegerland über die Lahntalbahn ins Ruhrgebiet. Die Eisenbahn machte dies überhaupt erst möglich. Zur Eisen- und Stahlherstellung benötigte man Koks, welches in sogenannten Kokereien aus Kohl hergestellt wurde. Dabei entstand auch Gas, das in Gasometern gespeichert wurde. Meiderich hatte dafür eine günstige Lage und die entsprechende Infrastruktur, die zum Einen von der „Cöln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft“ gestellt wurde und zum Andern die Nähe zum Duisburger Hafen. Zur Herstellung von hochwertigem Stahl wird auch Kalk benötigt. Dieser konnte kostengünstig von den nahegelegenen Kalksteinbrüchen um Wülfrath bezogen werden. Ab 1903 wird der Kalk über die Angertalbahn ins Ruhrgebiet transportiert. 1902 gründete August Thyssen die Aktiengesellschaft für Hüttenbetriebe in Meiderich, um den Roheisenbedarf seiner Stahlwerke in Mülheim an der Ruhr und Hamborn zu decken. Beide Städte waren damals noch selbstständig. Das Hüttenwerk wurde 1985 stillgelegt. Trotzdem verkehren hier immer noch die Züge der Duisburger Hafenbahn deren Gleisinfastrutur eine Gleislänge von ca. 200 km aufweist. Dieses Beispiel zeigt was mit Kunstbauten gemeint ist. Der Hüttenbetrieb mit seinen 200 Hektar an Fläche liegt nördlich des Bahnhofs Duisburg-Meiderich Süd. Damit waren alle Bedingungen für ein Hüttenwerk optimal.
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