Streckenbau

Eine    

Gleistrasse    

entsteht    

durch    

Dämme,    

Einschnitte,

Brücken  

und  

Tunnel  

in  

einer  

Landschaft.  

  

Daraus  

wird

dann   

eine   

Trasse.   

In   

den  

Anfangszeiten   

des   

Bahnbaus

wurde  

fast  

alles  

durch  

Handarbeit  

erledigt.  

Der  

Transport

der  

Erdmassen  

konnte,  

sofern  

schon  

die  

Gleise  

verlegt

worden  

sind,  

mit  

der  

Eisenbahn  

bewerkstelligt  

werden.

Manchmal   

benutzte   

man   

auch   

Feldbahnen.   

Wenn   

der

Unterbau  

fertiggestellt  

worden  

war,  

konnte  

man  

mit  

dem

Oberbau   

beginnen.   

Als   

Oberbau   

bezeichnet   

man   

die

Gleisbettung  

mit  

dem  

darauf  

verlegten  

Gleismaterial.  

Ein

Gleis     

besteht     

aus     

Schwellen,     

Schienen     

und     

dem

sogenannten  

Kleineisen  

zur  

Befestigung  

der  

Schienen  

an

den  

Schwellen.  

Dazu  

kamen  

noch  

Hochbauten,  

die  

beim

Unterbau  

schon  

berücksichtigt  

werden  

müssen.  

Das  

sind

Bahnwärter-,   

Schrankenwärter-   

und   

Stellwerksgebäude

an  

den

Abzeigstellen  

und  

natürlich  

die  

Plateaus  

für  

die  

Bahnhöfe.  

Dann  

sind  

noch  

Signalanlagen  

und  

die  

Telegrafenmasten,  

die  

immer

entlang  

der  

Gleistrasse  

verliefen,  

gebaut  

worden.  

Auch  

schon  

bekannte  

Gleisanschlüsse  

fanden  

Berücksichtigung.  

Bei  

der  

späteren

Elektrifizierung   

des   

Bahnnetzes   

mussten   

die   

Oberleitungsmasten   

nachträglich   

in   

die   

Bahntrasse   

eingebracht   

werden,   

was   

sehr

aufwendig und kostspielig war.

Bevor all diese Arbeiten beginnen, muss die Gleistrasse erst einmal geplant werden.

Schon        sehr        früh        gründeten        die        Eisenbahngesellschaften        eigene Vermessungsabteilungen,     um     die     Planung     der     Trasse     mitzuwirken.     Dazu gehörten    der    Grundstückserwerb    und    die    Vermessung    der    neuen    Strecke    zu ihren   Aufgaben.   Dafür   war   der   “Landvermesser”   zuständig.   Das   wusste   auch schon    der    Schriftsteller    Karl    May,    denn    in    seinen    Roman    Winnetou    I    ist    die Hauptfigur      Old   Shatterhand   als   Landvermesser   für   eine   Eisenbahngesellschaft unterwegs.    Im    neunzehnten    Jahrhundert    waren    die    Bauern    verpflichtet    dem Landvermesser   Unterkunft   und   Verpflegung   zu   stellen.   Zu   jener   Zeit   gab   es   nur wenige Menschen, die so weit gereist waren wie diese Berufsgruppe. Zuerst      mussten      topografische      Karten      angeschafft      werden,      die      eine Trassenplanung   überhaupt   erst   ermöglichte.   Wenn   diese   überhaupt   verfügbar waren,   wurde   schon   mal   viel   Arbeit   eingespart,   sonst   mussten   sie   vermessen   werden.   Schwieriger   war   es   mit   dem   Höhennetz.   Erst 1879   gab   es   ein   einheitliches   “Reichshöhennetz”,   das   als   Grundlage   zur   Höhenbestimmung   diente.   Wenn   diese   Vermessungsarbeiten getan   waren,   folgt   die   eigentliche   Planung.   Meistens   wurden   mehrere   Varianten   berechnet.   Jetzt   war   als   Erstes   eine   Baukostenplanung möglich.          Hatte man   sich   für   eine   Variante   entschieden,   musste   diese   meistens   noch   von e    i    n    e    m      Geologen   untersucht   werden,   um   keine   Überraschungen   beim   Bahnbau   zu bekommen. Wenn     all     diese     Dinge     geklärt     waren,     mussten     die     entsprechenden Grundstücke     entschädigt     werden,     denn     die     Grundeigentümer mussten   das   Grundstück   an   die   Bahngesellschaften   verkaufen,   was durch    Gesetzte    geregelt    war.    Dies    gilt    im    Übrigen    heute    noch    bei Bauvorhaben des Bundes. Diese   Arbeiten   konnten   sich   schon   mal   über   Jahre   hinziehen,   bevor mit   dem   eigentlichen   Bau   einer   Eisenbahnstrecke   begonnen   werden konnte. Gleisverlegung früher Normalerweise   beginnt   der   Gleisbau   mit   den   Erdarbeiten,   Graben   von   Einschnitten,   Auffüllen   von   Bahndämmen   oder   der   Errichtung von   Kunstbauten.   Anschließend   werden   die   Schwellen   im   gleichmäßigen   Abstand   verlegt und   die   Schienen   mit   den   Schwellen   verbunden.   Das   so   montierte   Gleis   wird   dann   mit Gleisschotter verfüllt und verdichtet. Auf   die   fertige   Gleistrasse   werden   zuerst   die   Schwellen   mit der      Schwellenzange      im      gleichmäßigen      Abstand      der Rippenplatten     von     76     cm     verlegt.     Zur     Einhaltung     des Abstands    verwendete    man    Abstandshölzer.    In    der    Kurve müssen   die Abstände   im   Innenbogen   etwas   kürzer   sein   als   im Außenbogen.   Das   gilt   natürlich   auch   für   die   Schienenlänge. Dann    mussten    die    Schienen    auf    die    Schwellen    montiert werden.   Jedes   Joch   wurde   dann   Stoß   an   Stoß   befestigt.   Die   Gleislänge   betrug   bis   in   die   30er Jahre   15   m.   Das   ergab   dann   das   typische   "Rattern"   beim   Eisenbahnfahren.   Diese   Gleislücken dienten   zum   Temperaturausgleich   der   Schienen.   Erst   später   erfand   man   eine   Methode   zum   Verschweißen   der   Schienenstöße.   Die nebenstehende   Grafik   zeigt,   mit   welchen   Kleineisen   die   Schiene   an   den   Schwellen   verbunden   wurde.   Dabei   müssen   die   Schienen   exakt auf   gleicher   Höhe   liegen.   Danach   wurde   der   Schotter   auf   das   Gleis   verfüllt   die   Gleise   ausgerichtet   und   der   Schotter   verdichtet.   Die ersten   Gleisstopfmaschinen   wurden   1949   eingesetzt.   Damit   konnten   bis   zu   70   %   Einsparungen   gegenüber   der   herkömmlichen   Methode erzielt werden. Gleisverlegung heute Heute    werden    fertig    montierte    Gleise über   entsprechende   Maschinen   auf   den Gleiskörper        verlegt        und        danach verschottert.   Die   Maschinen   passen   die Schottenbettungen   automatisch   an   und bringen   beide   Schienen   in   eine   gleiche Höhe. Hinter der Maschine kommt das fertige Gleis heraus. Vor   dem   Stopfen   und   Richten   wird   das   Gleis   bis   zur   Schienenoberkante   mit   Schotter   gefüllt,   dann   hebt   die   Stopfmaschinen   das   Gleis auf   die   erforderliche   Höhe   und   richtet   es   exakt   auf   die   vorgesehene   Gleisachse   aus.      So   arbeitet   sich   die   Maschine   dann   Schwelle   für Schwelle   vor.   Nach   dem   Stopfen   liegt   der   Schotter   recht   ungleich   im   Gleisbett.   Um   ihn   gleichmäßig   zu   verteilen   und   zu   verdichten, kommt diese Schotterfräse zum Einsatz.
Gleistrasse vom Eilumer Horn aus gesehen in  Richtung der Bahnstrecke Braunschweig - Helstedt
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Impressionen entlang des Schienenstrangs
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