Durchlässe

Durchlässe     findet     man     im     Streckennetz     zu     Tausenden     in     den Bahndämmen.   Sie   dienen   dazu   das   Wasser   unter   dem   Bahnkörper durchzulassen,   sodass   es   sich   nicht   aufstauen   kann.   Statt   des   Wassers werden    auch    manchmal    Wege    oder    schmale    Straßen    durch    den Bahndamm        hindurchführt. Im   Gegensatz   zu   einer   Brücke ist     der     Durchlass     eher     ein kurzer      Tunnel.      Er      besitzt keine        Wiederlager-        oder Stahlträger.   Die   lichte   Weite   eines   Durchlasses   ist   in   Deutschland   auf   maximal zwei   Meter   beschränkt.   Er   besitzt   meist   ein   Gitter   neben   dem   Bahndamm,   das Personen vor einem Absturz schützen soll. Nicht   jede   befestigte   Öffnung   bei   einem   Wasserauslauf   muss   ein   Durchlass sein.   Bei   ihnen   kann   es   sich   auch   um   einen Auslauf   von   Brauchwasser   handeln. Den    Unterschied    kann    man    manchmal    durch    einen    geringen    Wasserfluss erkennen (Bild links). Durchlässe    sind    die    häufigsten    Kunstbauten    im    Streckennetz    der    Eisenbahn.    Sie    benötigen    im    Gegensatz    zur Eisenbahnbrücke    keine    aufwendige    Wartung,    sind aber     teuer     in     der     Herstellung,     da     sie     hohe Überschüttungen    benötigen.    Sie    haben    immer    ein Gefälle   und   werden   rechtwinklig   zum   Bahndamm gebaut.   Durchlässe   aus   Holz   oder   Balken   sind   heute nicht mehr vorhanden. Die       meisten       der       heute       noch       vorhandenen Durchlässe   wurden   bereits   beim   Bahnbau   hergestellt und    gehören    damit    zu    den    ältesten    Kunstbauten überhaupt. In der Eisenbahnliteratur werden sie praktisch nicht beachtet.
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Impressionen entlang des Schienenstrangs
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