Schienen

Allgemeines zu Eisenbahnschienen Die    Schiene    ist    die    "Fahrbahn"    für    Eisenbahnfahrzeuge    und    muss    alle    seitlichen    und senkrechten   Kräfte   aufnehmen.   Je   nach   Ausbau   (Achslasten   und   Geschwindigkeit)   werden unterschiedlich   schwere   und   hohe   Schienenprofile   verwendet.   Das   S49   Schienenprofil   ist   ein Profil   mit   49   kg   Metergewicht   und   ist   für   Achsdrücke   bis   25   Tonnen   geeignet.   Es   wird   auf Haupt    und    Nebenbahnen    verwendet    und    ist    in    Deutschland    recht    weit    verbreitet.   Auf Hauptbahnen   werden   heute   teilweise   etwas   höhere   Profile   verlegt.   Durch   die   zunehmende Elektrifizierung   nahmen   auch   die Achsdrücke   zu.   1963   führte   die   Deutsche   Bundesbahn   das Profil    S54    ein.    Schon    1969    wurde    erneut    ein    neues    Profil    S60    definiert.    Gleise    werden außerdem   noch   in   verschiedene   Ordnungen   eingeteilt.   Ein   Gleis   1.   Ordnung   ist   für   starken Betrieb,   hohe   Geschwindigkeit   und   hohe   Achsdrücke   ausgelegt.   Gleise   2.   Ordnung   sind   für den   mittleren   Betrieb   und   niedrige   Geschwindigkeiten   bestimmt.   Gleise   3.   Ordnung   haben keine Berücksichtigung der Achsdrücke. Bis   zum   Ende   der   30er   Jahren   betrug   die   Schienenlänge 15   m.   Zwischen   den   Schienen   wurden   Lücken   gelassen, damit   sich   der   Stahl   bei   Temperaturschwankungen   ausdehnen   oder   zusammenziehen   kann. Später   wurden   dann   sogenannte   Langschienen   von   30   m   eingebaut.   In   einigen   Tunneln   war   die Schienenlänge   sogar   60   m.   Erst   1950   begann   die   Bahn   mit   einer   speziellen   Schweißtechnik,   die Schienenlücken zu schließen. Das "Rattern" der Züge war verschwunden. Eine Sonderform der Schiene ist die Weiche. Die    Grundkonstruktion    der    Weichen,    die    heute    in    aller    Welt    verwendet    werden stammt    aus    dem    19.    Jahrhundert.    Sie    lösten    die    alten    "Schleppweichen"    ab    und stellten    damals    einen    großen    Fortschritt    dar.    In    Deutschland    wurde    eine    solche Weiche    zum    ersten    Mal    1853,    und    zwar    bei    der    Hannoverschen    Staatsbahn eingebaut.   Sie   wurden   seitdem   in   Details   verbessert,   blieben   aber   im   Grundprinzip unverändert.   Die   Bogenweiche   unterscheidet   sich   in   Innen-   und Außenbogenweiche. Eine   Sonderform   ist   die   doppelte   Kreuzweiche   (DKW).   Sie   ist   eine   Kombination zwischen      Kreuzung      und      Weiche. Aufgrund                  des                  hohen Wartungsaufwands   werden   heute   der Einbau        von        Bogen-        und        Doppelkreuzweichen        vermieden.        Für        den Hochgeschwindigkeitsverkehr   sind   sie   jedoch   nicht   geeignet,   sodass   man   schon   in den      70er      Jahren      Schnellfahrweichen      entwickelte.      Um      die      entscheidenden Unterschiede   zwischen   den   konventionellen   Weichen   und   den   Schnellfahrweichen   zu verstehen;   hier   zunächst   kurz   die   wichtigsten   Details   einer   Normalweiche.   Da   wo   die   geradeaus   führende   und   die   abzweigende Schiene   sich   kreuzen,   befindet   sich   das   sogenannte   "Herzstück",   von   dem   aus   in   spitzem   Winkel   die   in   verschiedene   Richtungen führenden   Schienen   abzweigen.   Davor   haben   beide   sich   kreuzende   Schienen   eine   etwa   vier   bis   fünf   Zentimeter   lange   Lücke,   damit die   "Spurreifen",   also   die   schmalen,   überstehenden   Scheiben   an   jedem   Rad,   die   Kreuzungsstelle   in   beiden   Richtungen   passieren können.   Wenn   die   Räder   über   diese   Lücke   fahren   -   also   auch   bei   Tempo   200   -,   entsteht   das   bekannte Rattern,   an   dem   bei   jeder   Bahnfahrt   die   Weichen   zu   erkennen   sind.   Damit   die   Räder   an   dieser   Lücke nicht   in   die   falsche   Richtung   gelenkt   werden,   sind   an   den   jeweils   gegenüberliegenden   Schienen   die sogenannten   "Radlenker"   angebracht,   etwa   vier   Meter   lange   Schienenstücke   parallel   zur   daneben liegenden   Schiene.   Dadurch   werden   die   Räder   in   die   richtige   Richtung   gezwungen.   Sowohl   am Herzstück   als   auch   durch   die   Radlenker   werden   die   Räder   vor   allem   bei   hohen   Geschwindigkeiten stark     belastet     und     abgenutzt.          Am     20.     Juli     1981     wurde     erstmals     eine     Weiche     mit Spannbetonschwellen verlegt.
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Impressionen entlang des Schienenstrangs
a	b	c	d	e	f	g	h	i	j	k	l Schienenprofile von der Länderbahnzeit bis heute (in mm) G leistrasse G G leistrasse G G leistrasse G G leistrasse G G leistrasse G
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